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Sicherheitsgewerbe - Berufsdetektive


Gemäß GewO 1994 / 2003, Sicherheitsgewerbe, § 129 Berufsdetektive, bedarf es einer Gewerbeberechtigung für das Gewerbe der Berufsdetektive für:

1. die Erteilung von Auskünften über Privatverhältnisse,
2. die Vornahme von Erhebungen über strafbare Handlungen,
3. die Beschaffung von Beweismittel für Zwecke eines gerichtlichen oder verwaltungsbehördlichen Verfahrens,
4. die Ausforschung von verschollenen oder sich verborgen haltenden Personen, der Verfasser, Schreiber oder Absender anonymer Briefe, der Urheber oder Verbreiter von Verleumdungen, Verdächtigungen oder Beleidigungen,
5. die Beobachtung und Kontrolle der Treue von Arbeitnehmern,
6. die Beobachtung von Kunden in Geschäftslokalen,
7. den Schutz von Personen,
8. das Aufspüren von Geräten zur unberechtigten Übertragung von Bild und Ton, von elektronisch gespeicherten Daten und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen.

Entsprechend der GewO-Novelle 2003 zählt die Tätigkeit der Berufsdetektive zum "Reglementierten Gewerbe mit Zuverlässigkeitsprüfung".
Für Berufsdetektive ist nach einer mindestens zweijährigen fachlichen Verwendung als Arbeitnehmer bei der Ausübung der für das Gewerbe der Berufsdetektive genannten Tätigkeiten, sowohl eine schriftliche als auch eine mündliche Prüfung samt Unternehmerprüfung zu bestehen.

Das Sicherheitsgewerbe darf demnach erst nach Rechtskraft des Bescheides der Bezirksverwaltungsbehörde, der das Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen einschließlich der erforderlichen Zuverlässigkeit bestätigt, ausgeübt werden. Neben den allgemeinen Voraussetzungen wie Eigenberechtigung und Nichtvorhandensein von Gewerbeausschließungsgründen, muss die erforderliche Zuverlässigkeit gegeben sein.
Diese fehlt, wenn der Gewerbeanmelder in der Vergangenheit schwerwiegende Verstöße gegen die im Zusammenhang mit dem betreffenden Gewerbe zu beachtenden Rechtsvorschriften und Schutzinteressen, insbesondere auch zur Wahrung des Ansehens des Berufsstandes begangen hat.
Zusätzlich muss der für das Gewerbe der Berufsdetektive verlangte Befähigungsnachweis gegeben sein. Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit hat für jedes reglementierte Gewerbe, durch Verordnung festzulegen, durch welche Belege die Zugangsvoraussetzungen zum betreffenden Gewerbe im Hinblick auf die hierfür erforderliche fachliche Befähigung als erfüllt anzusehen ist.